Erasmus BegegnungRomaUngarn 2018 10 8

Mittwoch, 3.10
Der heutige Tag begann mit Deutschunterricht in der neunten und zehnten Klasse. Der Unterricht findet hier im 45-Minuten-Takt statt. Die Klassen sind sehr klein, so dass beiden Lehrern gerade einmal zehn bis vierzehn Schüler gegenüberstanden. In der Klasse 10 stellten sich die Schüler einzeln vor, übten gemeinsam mit unseren deutschen Schülern die Uhrzeiten und im Anschluss wagten wir die ersten Schritte, um über den Tagesablauf zu sprechen. In der zweiten Unterrichtsstunde des heutigen Tages durften unsere Schüler den Unterricht mit ihren ungarischen Partnern besuchen, während wir in Klasse 9 über das Thema Familie sprachen und kleine Dialoge führten.

Nach dem Unterricht war Gruppenarbeit angesagt, wir widmeten unsere Zeit der Fertigstellung der Wanderausstellung. Unsere Plakate erhielten einen besonderen Platz neben dem Lehrerzimmer. Andere Gruppen übten den Flashmob für Freitag ein oder planten eine Choreographie für die Modenschau am Freitag. Eine kleine Gruppe testete ebenfalls das in Deutschland entwickelte Spiel Reise durch Deutschland, wobei die Sprachhürde zwischen ungarischen und deutschen Schülern die größte Hürde schien. Ebenfalls wurde am Stationenlernen Zeige Afrika weitergearbeitet. Zum Abschluss unseres Tages in der Schule sangen wir gemeinsam mit viel Freude die Projekthymne.

Erasmus PräsentationWanderausstellungUngarn 2018 10 8

Nach der Schule erhielten wir von Marika, eine der Lehrerinnen der Schule, eine kleine Führung durch das Ortszentrum von Baktalórántháza. Im Anschluss sollte eines der Highlights der Woche folgen: Wir fuhren mit Marika im Kleinbus zum Kulturzentrum der Roma nach Nyírbátor. Dort wurden wir mit hausgemachtem Pojåcsza (ungarisches Weißbrot) und Kohlrouladen verköstigt. Ilona, die Leiterin des kulturellen Zentrums und das Allround-Talent Marika erzählten den Schülern und uns Lehrern von der Arbeit im Zentrum mit den Roma. Im Vordergrund der Arbeit im Zentrum steht einerseits die Bewahrung ihrer Kultur und ihrer Traditionen wie Musik und Tanz, andererseits helfen Förderprogramme den Roma Arbeit zu finden und ihre Integration hier in Ungarn voranzutreiben. Vor Augen geführt wurde uns ihre Arbeit durch ein Konzert mit Tanzeinlagen, bei dem zu späterem Zeitpunkt mit traditioneller Romakleidung mitgesungen, -geschnipst und natürlich auch -getanzt werden durfte. Dank der Herzlichkeit der Kinder, Jugendlichen, Organisatoren und der Leiterin haben wir uns sehr wohl gefühlt und freuen uns auf ein Wiedersehen im April.

Vera Schmikowski und Estrella Löwe-López (Erasmus+ Team)