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Klimawandel, Gletscherschmelze, Verunreinigungen – derartige Nachrichten sind mittlerweile fast Alltag. Getan wird allerdings noch zu wenig. Wir, die KlassenleherInnen der Klasse 9.3 des Europagymnasiums Kerpen, wollten das mit unserer Klasse ändern.

Unsere Klassenfahrt sollte ausschließlich mit dem Fahrrad absolviert werden. Nach einiger Überzeugungsarbeit bei Schülern und Eltern, Recherchen und Planungen sowie einer Test-Fahrradtour inklusive Übernachtung, ging es am Montag, dem 16.09.2019, von Kerpen aus mit 28 SchülerInnen los.

Das Programm der Woche im Überblick:

  • Montag: Radtour Kerpen-Köln (ca. 26km), JH Köln-Deutz, Ausflug in das Agrippabad (ca. 5km), Tageskilometer: 31
  • Dienstag: Radtour Köln-Bonn, JH Bonn-Venusberg, Ausruhen, Tageskilometer: 43
  • Mittwoch: Führung im Haus der Geschichte, Stadtbummel in Kleingruppen in der Innenstadt, Tageskilometer: 14
  • Donnerstag: Radtour Bonn-Königswinter, Besuch des Sea Life Aquariums, Wanderung auf den Drachenfels, Tageskilometer: 29
  • Freitag: Radtour Bonn-Kerpen, Tageskilometer je nach Wohnort: ca. 45

Insgesamt fuhr die Klasse circa 162 Kilometer.

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Ein paar Gedanken und Eindrücke der SchülerInnen der Klasse 9.3:

„Diese Klassenfahrt hat folgende Vorteile: Einerseits haben wir uns eine Woche umweltfreundlich mit dem Fahrrad fortbewegt und damit die CO2-Bilanz verbessert. Es wäre schön, wenn sich alle Menschen daran ein Beispiel nehmen würden und z.B. kleine Einkäufe mit dem Fahrrad erledigen würden. Andererseits lernt man sich stark zu reduzieren und es stärkt den Klassenzusammenhalt mehr als bei anderen Klassenfahrten. Außerdem lernt man, an seine Grenzen zu kommen, da man nicht den Anschluss an die Gruppe verlieren möchte. Dies hat auch einen positiven Effekt auf die Fitness und Gesundheit.“

„Anfangs waren einige der Klasse nicht begeistert, aber am Montag stellte sich heraus, dass die Klassenfahrt doch sehr lustig wird. Denn schon am Montag hatten wir viel Spaß und haben viele schöne Sachen erlebt.“

„Es war sehr bewundernswert zu sehen, dass die Klasse noch so viel Kraft zum Spielen und einen solchen Spaß an der Tour hatte.“

„An diesem Tag (Dienstag) hat unsere Klasse sich viel mehr untereinander kennengelernt und eine schöne Zeit gehabt. Wir hatten mehr Kontakt zur Außenwelt und konnten viel mehr sehen und lernen. Leider sind die ersten Kilometer schwer gewesen, weil man teilweise Schmerzen hatte, aber durch die anderen Klassenmitglieder wurde man viel zum Lachen gebracht und abgelenkt. Es war eine schöne Tour, auf der wir auch viel mehr über uns selber kennenlernen durften. Auch wenn man am Ende des Tages kaputt war, hat man viele Menschen neu kennengelernt und auch vielleicht gesehen, wo die eigenen Grenzen liegen. Auch dank Unterstützung in Form von Lob für die Tour haben wir es alle auf den Venusberg in die Jugendherberge geschafft.“

„Im Allgemeinen hatten wir uns die Klassenfahrt schlimmer vorgestellt, als sie im Endeffekt war. Wir selbst waren überrascht wie gut die Radtour funktioniert hat.“
„Am Ende des Tages waren wir alle ganz schön müde und geschafft, aber es war trotzdem ein sehr schöner letzter Abend.“

„Jeder Schüler welcher an diesem Projekt teilgenommen hat, erhielt eine Urkunde mit der gefahrenen Kilometeranzahl und Bild seiner Zimmergruppe. Alles in allem war dies das Ende einer ungewöhnlichen aber doch schönen Klassenfahrt.“

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Wir als Klassenlehrerteam sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Fahrt und wirklich stolz auf die Klasse, die dieses Projekt so gut bewältigt hat. Wir sind froh, dass wir trotz anfänglicher Bedenken und teilweise aufgekommenen Unmuts die Fahrt in dieser Art durchgeführt haben. Am Freitag fuhr jede/r Schüler/in nicht nur mit einer Urkunde, sondern auch mit ganz viel Stolz nach Hause.

Sabrina Eberlein und Lutz Venatier