Tag der offenen Tür3 2019 11 20

Samstagmorgen, 10 Uhr in Kerpen

Warf man einen Blick in die Aula des Gymnasiums der Stadt Kerpen, so sah man aufgeregte Viertklässler, Eltern und Geschwisterkinder, die erwartungsvoll durch die Aula blickten und gespannt dem entgegenfieberten, was sie an diesem Vormittag erwarten würde. Eingeleitet wurde die Veranstaltung am Tag der offenen Tür durch eine kurze musikalische Kostprobe der Bigband unter der Leitung von Johanna Gesell. Anschließend ergriff die Schulleiterin Tatjana Strucken das Wort und schnell wurde klar, dass neben einem ganzheitlichen Bildungsansatz, bei dem die Stärken jedes Einzelnen auf vielfältige Art und Weise bestmöglich gefordert und gefördert werden sollen, an dieser Schule auch das gemeinsame Leben im Vordergrund steht. „Freunde! Freizeit! Hobbys!“ waren in diesem Zusammenhang zentrale Schlagwörter, die betonten, dass neben dem Lernen auch Begegnungen mit Lehrern außerhalb des Unterrichts im notenfreien Raum, ein vielfältiges AG-Angebot, Cocktails in der Saftbar oder Klassenfahrten den Alltag am Gymnasium der Stadt Kerpen ausmachen. Es wurde hervorgehoben, dass die Schule stets das große Ganze im Blick behält und so Verantwortung für die Gemeinschaft sowohl in der Schule selbst als auch über die Schule hinaus gelebt wird. Deutschunterricht für Flüchtlinge, das NicaraguaProjekt Corinto oder Smartphonepaten sind dabei nur einige Projekte, die am Gymnasium der Stadt Kerpen durchgeführt werden.

Und wer jetzt dennoch weiterhin besorgt war, sich im nächsten Jahr in so einer riesigen Schule vielleicht zunächst nicht zurechtzufinden, wurde von der Erprobungsstufenleiterin Regine Klopffleisch beruhigt, die betonte, dass alles dafür gemacht werde, den neuen Fünftklässlern den Schulwechsel so angenehm wie möglich zu gestalten.

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Um einen noch besseren Einblick in das Leben und Lernen am Gymnasium der Stadt Kerpen zu erhalten, demonstrierte die Klasse 5.5 unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Nicole Hamm auf eine besonders humorvolle, spielerische Art und Weise Begriffe wie Lernzeit, Pausenangebote, Ganztagsklasse, Project Time oder Mensa. Und so erfuhren die Anwesenden zum Beispiel, dass man die Bili-Klassen nicht nur besuchen darf, wenn man Billy heißt.

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Doch es sollte nicht nur bei Worten bleiben. So schlossen sich an die Veranstaltung in der Aula spannende Rundgänge durch die Schule an. Die Kinder sowie ihre Eltern erhielten einen Einblick in die PC- oder Musikräume, die Bibliothek, die Saftbar sowie den Spielekeller. Sie lernten das vielfältige Berufsorientierungsprogramm und das Wahlangebot der Schule kennen, erfuhren, dass es Streitschlichter an der Schule gibt, die bei Konflikten als Ansprechpartner und Unterstützer zur Seite stehen usw. Nicht zuletzt konnten die Kinder im Naturwissenschaftstrakt sogar kurzzeitig selbst zu Wissenschaftlern werden und kleine, spannende und mitunter ziemlich laute Experimente erleben beziehungsweise selbst durchführen. Und sogar an die ganz Kleinen wurde an diesem Tag gedacht. Damit sich die begleitenden Geschwisterkinder nicht den Vormittag über langweilten, während die Schule erkundet wurde, wurden sie im Spielekeller von SchülerInnen des Pädagogikkurses von Tanja Müller-Verse betreut und bespaßt.

Allen Mitwirkenden und Helfern des Vorstellungstages ein herzlicher Dank.

Judith Noppeney