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Fotos: Heike Rotermann & Thorsten Endres

Wir, die Schüler der Italienisch-Kurse der Q1 und EF, haben vom 09.02.2020 bis zum 15.02.2020 am Italien-Austausch nach Verona teilgenommen. Nach 10 Stunden Bahnfahrt und einem gemeinsamen Abend mit Familie, begann der nächste Tag mit einer Präsentation des Wirtschaftsgymnasiums der Gastschüler. Dabei ist zu beachten, dass sich die italienischen Schulen im Vergleich zu den deutschen in der Art der Schwerpunktlegung unterscheiden, da man sich dort bereits Schwerpunkte aufweisende Schulen aussucht und nicht die Möglichkeit hat sich einzelne Fächer in Bezug auf ihre Schriftlichkeit oder persönliche Präferenzen auszusuchen. Was das Aussehen des Schulgebäudes angeht, lässt sich sagen, dass die Schule in Italien in einem schönen, historischen Haus liegt, dass sich im Zentrum Veronas befindet. Der weitere Tagesablauf beinhaltete einen Rundgang durch Verona, der von den italienischen Gastschülern mit Mini-Präsentationen geleitet wurde und wir so unter anderem die Möglichkeit hatten, das große Amphitheater von Verona und das Haus von Giulietta zu sehen.

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An den darauffolgenden Tagen haben wir die Städte Mantua, Venedig und Sirmione besucht und durch einen Touristenführer oder die italienischen Schüler Einblicke in venezianische Traditionsarbeiten, italienische Architektur und Geschichte erhalten. Als unerwartet schön hat sich hierbei die Nachbarinsel von Murano, Burano, erwiesen, da man hier nicht nur die berühmten Kanäle Venedigs betrachten konnte, sondern auch die Möglichkeit hatte, die kleinen, bunt angemalten Häuser zu sehen. An unseren Ausflügen wurden wir stets von sonnigem, nicht zu warmem Wetter begleitet, was besonders Spaziergänge durch einen Olivengarten in Sirmione oder den kleinen Rundgang am Gardasee zu einem schönen Erlebnis gemacht hat.

Da die Zeit in der Gastfamilie durch die vielen Exkursionen leider etwas knapp bemessen war, konnte ich nur am Abend Zeit mit meiner Austauschpartnerin und ihrer älteren Schwester verbringen, wobei die gemeinsamen TV-Abende und Essen definitiv zu den schönsten Erlebnissen des Austauschs zählen. Mich persönlich hat hier die unerwartet hohe Gastfreundlichkeit der italienischen Familie besonders gefreut, da ich mich immer unterhalten habe und so Einblicke in das Leben meiner Gastfamilie erhalten habe und auch die Möglichkeit hatte, italienische Spezialitäten wie die Polenta kennenzulernen. Obwohl es zunächst eine kleine Herausforderung war, sich nur auf Italienisch zu unterhalten, hat mich diese Erfahrung doch persönlich und sprachlich weitergebracht, da sich meine Gastfamilie an mein Sprachniveau angepasst hat und mir versucht hat, das zu erklären, was ich nicht verstanden hatte.

Die schönsten Momente des Austauschs waren allerdings die Freizeit in den Städten, da man hier die Möglichkeit hatte, alles durch einen anderen Blickwinkel zu sehen und einfach die Zeit in Italien zu genießen. Das gemeinsame Shoppen, Essen und Bowlen waren unvergleichlich schöne Erlebnisse, die ich sowohl mit meinen Freunden als auch mit den Austauschpartnern verbringen konnte. Selbst die Zugfahrt hat mit allen zusammen viel Spaß gemacht und man hat größtenteils nicht gemerkt, wie schnell die Zeit verflogen ist, da man sich vielmehr auf Unterhaltungen oder Spiele konzentriert hat. Alles in allem war der Aufenthalt in Italien ein unvergleichlich schönes Ergebnis, dass ich jederzeit wiederholen würde.

Anna Schnitzler

 

 

Am 09.02.2020 sind 16 SchülerInnen der Jahrgangsstufen EF und Q1 gemeinsam mit Frau Rotermann und Herrn Endres zum Italienaustausch gefahren. Trotz anfänglicher Bedenken, bezüglich des Sturms, lief die 10stündige Bahnfahrt wie geplant. Abends sind wir in Verona angekommen und herzlich von unseren Austauschpartnern und ihren Familien in Empfang genommen worden.

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Am Montag haben wir uns zunächst eine Präsentation über unsere Partnerschule angehört, die übrigens in einem alten Palast mitten im Zentrum von Verona untergebracht ist. Anschließend haben wir uns mit den italienischen Schülern über die Unterschiede zwischen italienischen und deutschen Schulen unterhalten. Besonders interessant war dabei, dass sie drei Unterrichtsstunden bis zur ersten Pause haben und ihr Schulsystem ist generell ein bisschen anders aufgebaut. So besuchen sie sechs Jahre lang die Grundschule und fangen dann erst an der weiterführenden Schule an. Dort wird dann allerdings wieder von eins angefangen, die Stufen zu zählen. Unsere Austauschschüler waren also in der dritten oder vierten Klasse, was zuerst verwirrend klang. Anschließend haben wir die Stadt Verona mit z.B. der Arena und dem Balkon sowie Haus von Julia aus Romeo und Julia besichtigt.

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In den folgenden Tagen haben wir außerdem noch Mantua, Venedig inklusive Burano und einer Glasmanufaktur von Murano und Sirmione besichtigt. Jede Stadt hatte etwas Besonderes, so liegt Sirmione am Gardasee und Venedig ist durch die Struktur mit den Kanälen und die Atmosphäre mit den Gondeln sehr eindrucksvoll. Bei all unseren Ausflügen begleiteten uns unsere Austauschpartner und meistens noch eine italienische Klasse, die uns überall verteilt in den Städten kleine Vorträge über die jeweiligen Sehenswürdigkeiten gehalten haben. Da die Schule in Verona einen Tourismuszweig anbietet, war es für die SchülerInnen eine gute Gelegenheit, ihr theoretisches Wissen aus dem Unterricht in der Praxis anzuwenden und auch wir haben so viel über die Sehenswürdigkeiten gelernt. Nach langen Ausflügen mit vielen Vorträgen und vielen Gruppenfotos ging es zurück in die Gastfamilien, wo es immer leckeres Essen gab. Die meisten Sachen kannten wir, wie z.B. Pizza, Pasta und Risotto. Aber wie hatten auch die Chance, neues Essen auszuprobieren.

Die Italiener sind alle durch ihre Gastfreundschaft aufgefallen und so herrschte immer eine freundliche und herzliche Stimmung. Wir konnten unser Italienisch verbessern und neues über den Alltag der Italiener lernen. Im Prinzip verbringen italienische Jugendliche ihre Freizeit so wie wir, so gehen sie z.B. mit ihren Freuden shoppen oder ihren Hobbies nach. „Typisch italienisch“ ist dabei jedoch vielleicht der Besuch von Bars oder Cafés, der in Italien üblicher ist und häufiger stattfindet als in Deutschland.

Am 15.02.2020 hieß es vorerst Abschied nehmen und wir sind wieder nach Hause gefahren. Wir freuen uns jedoch schon unsere Austauschpartner kurz nach Ostern in Deutschland begrüßen zu können.

Clara Renné