HenriImZoo 2020 02 14

Henri, ein sehr schlauer Junge, der mit seiner Familie am Rand der Stadt wohnte, fuhr heute wie an jedem morgen mit dem Bus zur Schule. Auch wenn Henri sehr gerne zur Schule geht, wollte er heute nicht so gerne zur Schule. Dass hatte nur einen Grund, es war Sport!

Henri hasste Sport einfach nur deswegen, weil man dabei nicht rechnen kann, noch nicht mal lesen kann man dabei!!!

Als der Horror vorbei war, freute er sich noch mehr als sonst. Als der normale Unterricht endlich losging, freute Henri sich sehr, sehr SEHR auf diesen. Der Lehrer begann die Stunde mit einem unangekündigten Test. Henri freute sich sehr auf den Test, allerdings waren seine Klassenkameraden nicht sehr begeistert. Als dann der Unterricht vorbei war, gingen alle nach Hause.

Zuhause angekommen, hatten seine Eltern eine Überraschung für ihn. Sie sagten: „Wir gehen in den Zoo.“ Henri schmiss seinen Ranzen vor Freude auf den Boden. Das letzte Mal, dass er im Zoo gewesen war, war er 6 Jahre alt. Und er fand es so toll, dass er direkt am nächsten Tag soooooo gerne noch einmal wollte. Und erst jetzt, nach verdammten 6 Jahren gingen sie endlich nochmal hin. Er freute sich schon auf all die Affen, Pinguine, Giraffen, Papageien, Erdmännchen, Zebras, Schlangen, Flamingos … Als sie endlich losfuhren, fühlte sich die Fahrt endlos an.

Sie kamen um 3 Uhr an, gingen direkt los und seltsamerweise war keiner außer ihnen im Zoo. Als erstes gingen sie zu den Elefanten, dann zu den Giraffen, Erdmännchen und zu den Löwen. Da rief sein Vater: ,,Komm zu mir, du kriegst Futter!“ Henri antwortete nur: ,,Das heißt Essen.“ Sein Vater meinte nur er habe nichts gesagt. Henri wunderte sich sehr, zwei Mal schon hatte er etwas gehört, was nicht wirklich geschehen war.

Als sie schließlich den Streichelzoo erreichten, rief sein Vater wieder: ,,Komm zu mir, streichel mich!“ Henri fragte sich, warum er ihn streicheln sollte. Dann musste er ganz plötzlich aufs Klo. Auf dem Klo überlegte er, was heute alles geschehen war: Die Stimmen an dem Löwengehege und dann das gerade. Als er wieder rausging, wurde ihm schlagartig klar. Er konnte gegen die Gesetze der Natur mit Tieren sprechen!

Also ging er zurück zu den Tieren. Als er wieder ankam, fragte er die Ziege: ,,Wie geht es dir?“,,Mir geht es furchtbar“, antwortete die Ziege. Henri überlegte kurz, fragte dann aber: ,,Wie kann ich dir helfen?“ Sofort sagte die Ziege: „Essen.“

OK, er guckte, was er machen konnte. Dann sagte er, dass er heute Abend wiederkomme. Um sich die Zeit zu vertreiben, ging er mit seinen Eltern Eis essen, Karussell fahren, Tiere füttern und sie machten eine Zootour.

Als es schließlich dunkel war, ging er wieder zum Ziegengehege. Die Ziege stand wie verabredet am Zaun. Sie sagte. „Es gibt einen Eingang für Zoomitarbeiter und manchmal lassen sie den Schlüssel stecken.“ Also ging Henri zum Zoomitarbeitereingang und, tatsächlich, der Schlüssel steckte. Er ließ die Ziege heraus. Sie führte ihn zur Futterkammer und da steckte auch der Schlüssel. Sie gingen hinein und die Ziege nahm sich alles, was sie wollte. Während die Ziege sich bediente, guckte er sich in der Umgebung um und fand einen Zoowagen. Er rief die Ziege und sie stiegen in den Wagen und fuhren los. Also hatte Henri an einem Tag zwei Touren gemacht. Aber diese gerade war auf jeden Fall besser. So endete der Tag, der mit einer öden Sportstunde begonnen hatte, damit, dass Henri mit einer Ziege Salat knabberte.

Zur selben Zeit kam seine Mutter in sein Zimmer und sah das leere Bett und schrie: „WO IST HENRI?“

Paul Müller (5.7)