BIENVENIDOS zu Kerpens erstem spanisch – deutschen „Foodbattle“ zu Ehren der Europawoche 2015: VIVA ESPAÑA in Sachen kulinarische Genüsse oder doch lieber Lecker – Altbewährtes?!?!?
Kurz vor 8 Uhr in der Lehrküche: geschäftiges Treiben, Lebensmittel, Gewürze, Getränke, Servietten, Küchentücher und Schülerinnen und Schüler „türmen“ sich nahezu auf kleinem Raum zwischen Backöfen und Herdplatten auf! „Venga, empezamos!“ Irgendwer muss die Übersicht behalten – hierzu prädestiniert: besondere Schülerinnen und Schüler oder ähm, naja, auch irgendwie die Lehrerin.
Hier zeigt sich aber schon bald: völlig unnötig!!! Meinen kleinen spanischen Mandelkuchen (la tarta de almendras) zuhause in Ruhe und Frieden zu backen war über das ganze Projekt hin an diesem Tag meine einzige Kochaufgabe (puh!) – der Rest ging….wie von alleine – herrlich diese selbstständigen immer einen kühlen Kopf bewahrenden Schüler bei uns.
Wenn die lieben Spanisch 8er, um die Klassen 8.3, 8.6, 8.9 mit Gemüse schnibbeln beginnen – dann ist es auch schon fast fertig: akkurat und natürlich sehr appetitlich. Schon ausgesprochen „fenomenal“ des Spanischen mächtig, war es keine Hürde für Anna, Julie, Laura, Maren und Anja, noch schnell jede Menge Dekorationspappen und Kärtchen „en un buen español“ zu verfassen, die nachher im Saftladen bei der großen Präsentation und Verkostung der kulinarischen Genüsse aus zwei europäischen Nationen der Wegweiser in Sachen: „Was esse ich denn da?“ waren.
Die fortgeführten 11er in Spanisch wussten auch ganz genau, was sie wie und wann und warum und vor allem so, dass etwas Leckeres dabei raus kommt, in Rekordzeit zwischen 8 und 10 Uhr taten. Da zeigen sich schon große Kochtalente, die es schaffen, dass man an diesem ersten Tag der Europawoche im Keller der Schule durchaus denken konnte: Spanien ist nach Kerpen gekommen und hat viele leckere Speisen im Gepäck. Laura, Sophia, Zahra, Lara, Dina, Jana, Violeta, Julia, Larissa, Lisa und Charlaine wie Maxi, Florian, Fabian und Thilo zauberten zuhause und in der Schulküche auf höchstem Niveau: verschiedene köstliche Kuchen, traditionell deutsch angehaucht, die gute alte Rohkostplatte mit Dips, leckere Apfelpfannkuchen wie bei Oma und spanische Klassiker wie „papas arrugadas con mojo picón, mojo verde, mojo de aguacate“. Während der Besuche verschiedener Spanischkurse (LK 11, 10er, 9er mit den señoras Frau Schmikowski, Frau Kronsbein und Frau Zöller) bei unserem „FOOD BATTLE alemán – español“ wurde auch Licht ins Dunkel dieser wohlklingenden Gerichtenamen gebracht.
Der 10er fortgeführt Spanischkurs um Pablo, Adrián, Arndt, Cathérine, Mai Khanh, Jeannette, Reyhan, Dilan, Leonie, Julieta (unsere querida Austauschschülerin für ein Jahr aus Uruguay), Gabriel, Paulina, Lucas und Lena hatten längst in vielen Stunden Arbeit aufs Plakat gepackt und in schicke Präsentationen verpackt, was es zu den verschiedenen spanischen Gerichten Wissenswertes zu berichten gibt. Pablo, Gabriel, Julieta und Adrián, meine „rechten Hände“ in Sachen „wir haben spanisches / lateinamerikanisches Feuer, äh…. Blut, in uns und schmeißen den Laden heute hier“, brachten mit Stimme und Tat das muttersprachliche „Feeling“ in unsere kulinarisch – spanische FIESTA. Ob es um die sachgemäße Präsentation und das Mixen von alkoholfreien Mojitos / Sangría / Fruchtpunsch ging oder um die launige Darstellung von TAPAS, TORTILLAS und , und , und….als profe de español kann man also ruhig mal abgeben ;-) an die nächste Generation! Auch Leonie, Reyhan, Cathérine, Mai Khanh, Jeannette, Gabriel, Lucas, Paulina, Arndt und , und , und setzen spanische Gerichte nicht nur sprachlich, sondern auch auf dem Teller gekonnt in Szene. Unsere eingeladenen Parallelspanisch-Kurse (somos todos una familia ;-) ) konnten sich also zwischen deutschen Geschmacksrichtungen und spanischen Kreationen entscheiden, was ihrem „gusto“ eher entspricht: die klassische deutsche Kuchentafel oder arroz con leche – ¡qué rico! – como postre [Milchreis als Dessert].
Die kleinen mit Meersalz, Zitrone und Chili gewürzten spanischen „Schrumpelkartoffeln“, wie sie liebevoll genannt werden, erfreuen sich nicht nur auf den KANAREN größter Beliebtheit. Mit verschiedenen würzigen und fein abgeschmeckten MOJO – Saucen und zum Beispiel einem fruchtigen ensalada de tomate beweist die spanische Küche, dass auch im Süden VEGETARISCH „de moda“ also „in“ ist. Der große STAR oder die ESTRELLA de la cocina española durfte natürlich auch nicht fehlen: viele ohhhhs und ahhhhs ernteten die frisch gebackenen und selbstgemachten TORTILLAS, als ob man gerade una ración auf der Plaza Mayor zu sich nehmen würde…… Spanien ist wie Deutschland ein großes Land, nicht in jeder Region wird dasselbe gegessen, von den kölschen Flönz innerhalb des „Himmel un Äd“ – Gerichtes haben wir zwar abgesehen, aber auch die spanischen Provinzen und „comunidades autónomas“ haben unterschiedliche Schwerpunkte und Traditionen hinsichtlich ihrer Leibspeisen. „Pan amb oli“ de Catalaluña zum Beispiel erfreute sich bei unserer Verkostung großer Beliebtheit: dünn aufgeschnittes Weißbrot (pan) mit gutem Olivenöl (aceite), Knoblauch (ajo), Tomaten (tomates), Zwiebeln (cebollas), Kräutern im Ofen kurz angeröstet – ein Genuss zum Frühstück (desayuno mediterráneo) oder für zwischendurch zum Verschnaufen bei zum Beispiel einem Spaziergang auf der Flaniermeile LAS RAMBLAS EN BARCELONA.
Auch Lateinamerika wurde auf unserem „Markt - mercado“ zum Probieren gebührend präsentiert: burritos, quesadas, guacamole ….. nicht nur die „mejicanos“ hätten da ihre wahre Freude dran gehabt!
Kultur und Essen sind ziemlich authentisch verknüpfbar, so dass Sprache in unserem Projekt auf Lebenskunst durch kulinarische Genüsse traf. Mit wie viel Liebe, Ausdauer, Geduld, Talent, Geld, Zeit und Zusammenarbeit ihr drei Kurse unterschiedlichen Alters und Kenntnisstandes im Spanischen auf ganz erfrischende und wunderbare Weise zusammen gekocht, geschrieben und präsentiert haben, das zeigt für mich als stolze Lehrerin ein lebendiges Fremdsprachenlernen, das von authentischen Situationen lebt und diese neuen Erfahrungen und Kenntnisse wie ein spanischer „Schwamm“ in die fremdsprachenaffinen Bereiche des Gehirns einsaugt. Ein sehr gelungenes, interkulturelles Projekt an einem aufregenden Tag, an den sich alle gerne erinnern werden, zeigt, dass auch in der Oberstufe im zum Bersten gefüllten G8 – Programm mit Blickrichtung Abitur noch Zeit und Raum bleibt, eine zu lernende Sprache interaktiv, authentisch und zum Anfassen zu gestalten. Gefüllt werden solche Momente natürlich nur durch die besonderen Schülerinnen und Schüler, die hier nicht mitgestalten, sondern aktiv selbst gestalten und in die Europawoche 2015 ein bisschen SPANIEN NACH KERPEN geholt haben. Muchísimas gracias, queridos alumnos!!!! EIN HERZLICHES DANKESCHÖN an alle Mitwirkenden!!!!! Ihr wart großartig!
Eure stolze Lehrerin,
Andrea Berg

